Team

Teaminterview

G. Hilmes: Hallo in die Runde. Hallo Daniel. Stell doch bitte Dein Team kurz vor!

Interview

Daniel: Mach ich gern! Lorena und Thiemo. Lorena gehört seit 3 Jahren zum Photovision-Team. Sie hat bei uns Ihre Ausbildung zur Fotografin nicht nur begonnen, sondern erfolgreich abgeschlossen. Seit Mitte 2016 ist Sie festangestellt und verantwortet die Leitung unseres Fotostudios in der Sallstraße.

Thiemo ist unser Designer. Als leidenschaftlicher Gestalter bringt sich Thiemo perfekt in unser Team ein. Sein Gefühl für Proportionen, Dimensionalität und Farbe z.B. bei Hochzeitsreportagen begeistert unserer Kunden!

Interview

Daniel: Sag mal Lorena, hast Du eigentlich damals ein Praktikum bei uns gemacht?

Lorena: Nee. Ein Praktikum habe ich nicht gemacht. Ich bin durch einen gemeinsamen Bekannten auf Photovision aufmerksam geworden, der hier Bewerbungsfotos hat machen lassen. Der hat dann bei Daniel angefragt. Suchst Du jemanden. Ich kenn da jemanden. Die kann das gut. Hast Du vielleicht gerade einen Ausbildungsplatz frei. Da meinte Daniel. Komm doch mal rum. Schick sie einfach mal vorbei. Da ich gleich in der Nähe wohne, bin ich einfach mit meinen Bewerbungsunterlagen vorbeigekommen.

Daniel: In der Nähe ist gut...

Lorena: Direkt Nachbarn quasi. Ich habe mich spontan vorgestellt. Sofort hatte ich einen guten Eindruck. Das total lockere. Das Vorstellungsgespräch mit Daniel war so locker und so natürlich, wie die Bilder die wir heute zusammen machen. Das hat mich schon damals sofort angesprochen.

G. Hilmes: Die Lockerheit und Natürlichkeit ist doch das, was am schwierigsten ist?

Daniel: Vor allem das Gleichgewicht zu halten zwischen nicht zu locker und seriös.

Lorena: Genau!

G. Hilmes: Das professionelle Foto als Ergebnis braucht also diese besondere Atmosphäre?! In der Vorbereitung auf unser heutiges Teaminterview ist mir eins besonders aufgefallen; dass ihr eine für mich unglaubliche Bandbreite abdeckt. Von Image Business, über Bewerbungsfotos, Hochzeitsreportagen, Portraits bis hin zu Familienbilden. Könnt ihr mir einen Einblick gewähren, wie ihr das alles unter einen Hut bekommt?

Lorena: Im Wesentlichen haben wir uns schon spezialisiert. Wir haben es fast immer mit Menschen zu tun. Überwiegend Portraits und Bewerbungsfotos. Menschen in ihrer natürlichen Schönheit zu fotografieren liegt uns am Herzen.

Daniel: Es gibt schon eine Überschrift: Portraits, Menschen, Persönlichkeiten. In 98 % unserer Arbeiten rücken wir Menschen in Licht.

G. Hilmes: Selbst wenn das Foto für eine bestimmte Branche stehen soll, zeigt Ihr den Menschen in seiner Tätigkeit?!

Lorena, Thiemo und Daniel unisono: Genau!

Daniel: Für mich habe ich ehrlichweise festgestellt, dass das Dokumentieren kleiner Teile mir einfach keinen Spaß macht.

G. Hilmes: Food-Fotografie wäre dann auch nichts?

Interview

Lorena: Da kann man sich drauf spezialisieren. Das ist was ganz anderes.

Daniel: Als Food-Fotograf beschäftigt man sich oft ausschließlich damit. Wir beschäftigen uns tagelang, rund um die Uhr damit Menschen ins rechte Licht zu rücken.

G. Hilmes: Damit sie sich gut fühlen und im Bild gut getroffen fühlen!

Daniel: Das ist ganz, ganz wichtig. Sie müssen sich schnell wohlfühlen. Anstatt zu verkrampfen, schaffen wir es eine Stimmung zu erzeugen, wo der Kunde sagt. Ach, Mensch. Ist doch alles ganz locker hier. Hier kann ich sein wie ich bin. Ich stell mich da hin. Die machen das schon.

Lorena: Wahnsinnig aufgeregt sind die Kunden bei uns nicht. Das habe ich so extrem eigentlich nie erlebt. Mal kurz am Anfang, die Nervosität legt sich in der Regel sehr schnell...

Daniel: Spätestens wenn sie das erste Bild auf der Kamera sehen, hören wir oft. Mensch, geht ja. So sehe ich aus? Ist ja toll.

Lorena, Thiemo und Daniel: einig entspannt grinsend

G. Hilmes: Das schaffen sonst nur Eisbrecher... Mir ist es übrigens genauso ergangen. Als ich bei reingekommen bin, war diese Lockerheit sofort zu spüren. An einem Beispiel würde ich gern noch mal vertiefen und versuchen herauszubekommen wie ihr das hinbekommt. An den Wänden eures Fotostudios sind Beispiele eurer Fotokunst zu bestaunen, auch Bilder einer Hochzeitsreportage.

Ich stelle mir vor, dass alle besonders das Brautpaar sehr aufgeregt sind. Der vielleicht wichtigste Tag des Lebens. Auf den Bildern, die ich hier sehe, ist von Anspannung oder Ängstlichkeit nichts zu sehen. Im Gegenteil: selbstbewusste, glückliche Menschen...

Daniel: Eine ähnliche Herangehensweise mit den Kunden wie im Studio. Vorab gibt es ein Treffen mit Hochzeitspaar. Man lernt sich kennen und merkt sehr schnell, ob es miteinander passt. Wer möchte kann auch ein sogenannten "Vor-Shooting" bekommen. Das Paar bekommt einen guten Eindruck wie wir arbeiten. Wir erfahren was dem Paar wichtig ist, so dass wir auf das Hochzeitsshooting optimal vorbereitet sind. Alle wissen, es funktioniert!

G. Hilmes: Sich sehr schnell "fallen lassen" und genießen gelingt ...

Lorena: Hauptsächlich durch das Vorgespräch. Die Kunden wollen und können sich auf den Bildern wohlfühlen.

Daniel: Ein Vor-Shooting etwa einen Monat vor zum Beispiel der Hochzeit hat sich absolut bewährt.

G. Hilmes: Das macht deutlich, dass jedes Shooting von und mit Menschen einfach einzigartig ist. Die Individualität macht es doch auch aus? Mich als Laie würde interessieren, wenn wir bei dem Thema Hochzeit bleiben, sehe ich das Hochzeitspaar in ich würde sagen Posen. Macht das Paar das in der Regel intuitiv oder müsst Ihr individuell Anweisungen geben?

Lorena: Das ist wirklich ganz verschieden. Von Person zu Person. Von Paar zu Paar ganz unterschiedlich. Es gibt einige Grundposen die man anwenden kann. Wenn ein Paar total locker drauf ist, entstehen die besten Bilder.

G. Hilmes: Sie sind verliebt und vergessen die Kamera?

Lorena: Im optimalen Fall vergessen sie, dass sie verheiratet sind. Die Verliebtheit ist besonders gut auf den Bildern zu sehen, wenn sie alles – auch uns – um sich herum ausblenden. Und das gelingt erstaunlich oft!

Daniel: Wir sorgen für den Rahmen, in dem sie sich trauen sie selbst zu sein. Oft reicht dann zu sagen: Nun macht mal... macht mal was...

G. Hilmes: Ihr kennt sicherlich die Wohlfühloasen, die Locations, die den passenden Rahmen bieten?

Interview

Daniel: In und Auswendig!

Lorena, Thiemo und Daniel: alle müssen lachen

G. Hilmes: Nach dem Vorgespräch wisst Ihr genau, das ist Euer Ort, der Rahmen, die Location...

Schaue ich mich hier im Studio um, sehe ich viele verschiedene Bewerbungsfotos. Was muss da der Kunde über Licht, Technik, mit Blitz, ohne Blitz, Hintergrund usw. wissen?

Lorena: Wenn ein Bewerbungsfoto-Kunde unser Studio betritt, zeigen wir zunächst einfach ein paar Bespiele wie man das Bild machen kann. Es gibt ganz verschiedene Varianten mit verschiedenen Hintergründen. Neben schlicht oder grau können wir auch Hintergründe anbieten, die eine gewisse Struktur bieten. Eine Glasfront, ein Raum, eine Unschärfe: diese Möglichkeiten machen die Bilder schnell interessanter und spannender. Es sieht gleich ganz anders aus. Diese neue Wertigkeit in den Bewerbungsbildern kommt besonders gut bei den Personalern an.

Wir verwenden natürliches Licht, sehr weich, damit der Kunde in seiner persönlichen Natürlichkeit glänzen kann. Den Blitz setzen wir sparsam ein, damit kein zu künstlicher Eindruck entsteht.

G. Hilmes: Ihr seid Profis darin, euren Kunden in ihrer natürlicher Schönheit abzulichten. Trotzdem muss sicherlich hier und da eine Foto nachbearbeitet werden. Richtig?

Daniel: Jedes Bild wird nachbearbeitet. Aber nur bis zu einem gewissen Grad. Nur soweit, dass man eben nicht erkennen kann, dass nachbearbeitet wurde. Gerade die Gesichter sollen nicht künstlich glattgezogen wirken, sondern authentisch und natürlich.

Lorena: Wir bearbeiten die Fotos so, dass die Merkmale die nicht immer währen retuschiert werden. Wenn das Gesicht zu sehr glänzt, hilft eine wenig Puder.

Daniel: Unvorteilhafte Rötungen, Pickel oder ungünstig abstehende Haare werden in der Nachbearbeitung korrigiert.

Lorena: Wir versuchen die Fotos so zu schießen, dass möglichst viel schon passt, damit die Nachbearbeitung so gering wie möglich und nötig ausfällt. Je weniger nachbearbeitet werden muss, desto natürlicher wirkt das Ergebnis.

G. Hilmes: Neben eurem Anspruch die Person möglichst natürlich zu präsentieren, müsst Ihr auch im Hinterkopf haben, welchem Zweck das Bild letztendlich dienen soll. Dazu passt meine nächste Frage. In welcher Form stellt Ihr Euren Kunden die Bilder zur Verfügung?

Daniel: Heute möchten alle Kunden die Ergebnisse digital. Toll ist es aber immer noch ein echtes Papierbild in Händen zu halten. Wir raten zum Beispiel unseren Kunden davon ab, das Bewerbungsfoto direkt auf den Lebenslauf zu drucken. Ein echter Fotoabzug ist wesentlich brillanter als auf einem gedruckten Blatt Papier.

G. Hilmes: Als Fotografen müsst Ihr also auch Bewerbungsprofis sein, von der Natürlichkeit des Bildes bis zur Haptik von Bewerbungsunterlagen?! Nimmt der Kunde die Bilder direkt mit?

Lorena: Die digitalen Bilder auf einem Datenträger mitzugeben ist eher unüblich.

Daniel: Heute werden die Bilder per Email gesendet.

G. Hilmes: Bei Bewerbungsfotos ok. Wie sieht es bei einer Hochzeitsreportage aus?

Interview

Daniel: Bei einer Hochzeitsreportage bieten wir eine Online-Galerie. Das besondere hierbei ist, dass der Kunde sich die kompletten Bilder in hoher Auflösung herunterladen kann. Trotz Datenmengen von über 20 Gigabyte können Kunden, Gäste, Familie und Freunde alle auf diese Galerie zugreifen. Schnell und umfassend.

G. Hilmes: Das klingt gut. So werden die Nerven geschont und das aufgeregte Warten auf ein Minimum reduziert?

Daniel: Zudem entfällt der persönliche Aufwand, aufwendig jedem einzelnen die Bilder zukommen zu lassen. Er schickt den Link, ihr könnt euch eure Bilder runterladen und alle sind SCHNELL glücklich.

G. Hilmes: In Hannover gibt es einige Fotostudios. Was glaubt Ihr macht Euer Photovision-Team stark?

Daniel: In erster Linie unsere Natürlichkeit, die unsere Bilder stark werden lassen. Unser Fotostudio existiert bereits sein Februar 2007. Das verdeutlicht unsere Beständigkeit. Trends und Neuheiten aufzugreifen gehört zu unserer täglichen Herausforderung. Was unseren Kunden aber am Wichtigsten ist, ist Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Und das "natürlich"!

Lorena: Enorm wichtig ist unseren Kunden auch entsprechendes und angepasstes Auftreten. Bei einer Hochzeit entspricht unser Outfit der Feier und dem Anlass. Idealerweise werden wir kaum oder gar nicht als Fotografen wahrgenommen.

Daniel: Das größte Lob ist zu hören: "Wir haben gar nicht gemerkt, dass Ihr Fotos gemacht habt".

G. Hilmes: Da kommt sicherlich das Vorgespräch zum Tragen?!

Daniel: Durch die professionelle Vorbereitung werden wir nicht als Fremdkörper wahrgenommen. Wir tauchen unter, sind Teil der Gesellschaft. Vorgespräch, Vor-Shooting, passende Kleidung, usw. alles zusammen ergibt am Ende das Gesamtpaket, das die Kunden fast ungläubig glücklich macht.

G. Hilmes: Gibt es Kunden, die Ihr über Jahre begleitet?

Daniel: Natürlich, das kommt häufiger vor. Da lernt meine eine Familie beim ersten Shooting des ersten Sohns kennen. Zu dem Zeitpunkt war die Mutter wieder schwanger. Mittlereise durften wir den zweiten Sprössling ins rechte Licht setzen. Jedes Jahr dürfen wir beobachten und festhalten wie zum Beispiel Familien wachsen und gedeihen. Sehr witzig und natürlich spannend Teil dieser Entwicklungen sein zu dürfen.

Ehrlicherweise sollte im Idealfall ein Bewerbungsfoto-Kunde nicht wiederkommen. Zumindest nicht für ein Bewerbungsfoto.

Lorena, Thiemo und Daniel: Gemeinsam entspannt lachend

G. Hilmes: Unter Fotografen ist ein "Auf Wiedersehen" verpönt?

Interview

Daniel: Doch. Wenn's gut läuft eben nicht für Bewerbungsfotos.

G. Hilmes: Eine abschließende Frage. Eure Arbeit zeichnet sich für mich dadurch aus, dass Ihr Euch unabhängig von Wetter, Launen, Überraschungen, Erwartungen und Zielsetzungen immer wieder täglich neu in die Aufgabe: Das bestmögliche natürliche Bild zu schießen stürzt. Gibt es nicht eine Konstante, die bei aller Individualität und Spontanität, jedes gute Foto auszeichnet?

Lorena, Thiemo und Daniel: ... blicken sich fragend an

G. Hilmes: Aha. Das ist also das Geheimnis Eures Erfolges?!

Lorena: Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Jedes Bild ist anders. Wir haben unseren Stil, den unsere Kunden schätzen. Es gibt kein wirkliches Geheimnis, es gibt aber auch keine Konstante.

Daniel: Auf jede individuelle Situation wieder neu einzulassen und neu einzustellen. Wir sind und bleiben neuGIERIG auf das was wir im Sinne unserer Kunden raushohlen können.

G. Hilmes: Vielen Dank für das Gespräch. Danke Daniel, dass ich Dein Photovision-Team kennenlernen durfte.

Daniel: Danke für das Interview. Mir ist es noch wichtig zu sagen, dass ich mich freue, mit diesem super Team auch in Zukunft die Herausforderungen anzugehen. Zusammen mit unseren externen Fotografen haben wir in den letzten Jahren viel erreicht. Das Herz von Photovision jedoch sitzt hier, das sind wir drei. Danke Lorena, danke Thiemo für Eure Leidenschaft. Auf Euch kann ich mich NATÜRLICH verlassen.

G. Hilmes: Viel Erfolg weiterhin Euch Dreien mit natürlichen Bildern für starke Persönlichkeiten.

Persönliches Interview Daniel Hermann

Interview

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

Einfühlungsvermögen, sich auf jede Situation und Person voll einzulassen. Ein stück weit auch Entertainer zu sein.

Was möchtest du als Fotograf erreichen?

Frei Arbeiten. Menschen mit Persönlichkeit in natürliches Licht zu setzen, ist immer wieder eine spannende Herausforderung.

Gibt es ein Lieblingsland zum Fotografieren und warum?

Bei den bis jetzt kennengelernten Ländern sage ich, Brasilien. Tolle Menschen, sehr vielfältig, Wahnsinns Natur (Weiten), große Städte und dennoch kleinste Inseln der Zivilisation in der Wildnis.

Dein Lieblingsmotiv zum Fotografieren und warum?

Mein Lieblingsmotiv ist das nächste Shooting.

Deine Lieblingsfotografen?

Ich orientiere mich nicht an anderen Fotografen. Die Natur, Persönlichkeiten und die Natürlichkeit an sich sind meine Vorbilder.

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du Heute?

Sigma SD10. Heute fotografiere ich mit einer Canon 5D Mark III und mit einer Pentax 645z. Wobei mir die Zweitere (digit. Mittelformat) lieber ist. Die Kamera ist einfach etwas langsamer und zwingt den Anwender zu mehr Ruhe und Durchdachtheit des Fotos.

Dein nächstes Projekt?

Unser Fotostudio wird renoviert, damit ich unserem Team weiterhin eine gute berufliche Perspektive bieten kann.

Persönliches Interview Lorena Kirste

Interview

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

Einen guten Fotografen zeichnet für mich aus, dass er sein Talent, seine Fähigkeit Dinge in Szene zusetzen, mit technischem Wissen kombiniert und einsetzen kann.

Für uns als Porträtfotografen ist es natürlich besonders wichtig auf die unterschiedlichen Menschen einzugehen und sich individuell anpassen zu können.

Was möchtest du als Fotograf erreichen?

Fern in die Zukunft zu blicken, mir Ziele stecken, dass ist nicht mein Ding. Ich lebe im Hier und Jetzt und finde das was wir bis jetzt gemeinsam in unserem Team erreicht habe schon unglaublich.

Insgesamt bin ich ein sehr spontaner Mensch und lerne am Besten und schnellsten, wenn ich einfach ins "kalte Wasser" geschmissen werde.

Gibt es ein Lieblingsland zum Fotografieren und warum?

Ein Lieblingsland zum Fotografieren... Interessante Frage... Hmmm... Ich liebe Italien, die Toskana, das Mediterrane, die familiäre Lebensweise... Aber nein, eigentlich gibt es so ein Land sonst für mich nicht. Denn die Fotografie lebt davon immer neu erfunden zu werden. Da kann man nicht pauschal sagen, dass es DAS Land dafür gibt.

Besondere Momente lassen sich in jedem Land einfangen, man muss nur genau hinschauen...

Dein Lieblingsmotiv zum Fotografieren und warum?

Und auch hier gibt es nicht das "Non Plus Ultra" unter den Motiven. Jedes Motiv kann schön werden, wenn man die Prinzipien der Fotografie einhält (wie Gestaltungsmittel, Kompositionskontraste etc.). Selbst ein simpler rostiger Nagel in einer alten Tür könnte das nächste dekorative Wohnzimmerbild werden.

Deine Lieblingsfotografen?

Mein Lieblingsfotograf ist natürlich mein Chef, Daniel. ;P Nein, das ist mein Ernst! Bekannte Porträtfotografen, wie Christian Schuller oder Annie Leibovitz inspirieren einen zwar und man kann sich sicherlich auch das ein oder andere von ihnen abgucken, dennoch sind nicht sie es gewesen, die mir persönlich das Handwerk der Fotografie beigebracht und mich in die Materie eingeführt haben. Auf die Menschen eingehen und sich mit ihnen auf natürliche Art und Weise auseinander zusetzen, das kann Daniel besonders gut und das hebt ihn auch von den anderen Fotografen ab.

Das war für mich ein entscheidender Grund, warum ich dieses Studio gewählt habe.

Diese Entscheidung habe ich nie bereut!

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du Heute?

Meine erste Kamera habe ich damals in der Schule gebastelt, sofern man diese als "Kamera" bezeichnen kann. Das war damals noch die bekannte Lochkamera, wodurch man das Prinzip gut verstehen konnte. Meine erste richtige Kamera war daher eine kompakte Digitalkamera mit 2MP. Den Hersteller weiß ich schon gar nicht mehr...

Heute fotografieren wir hauptsächlich mit Vollformatkameras,wie der Canon 5D Mark III oder der Mittelformatkamera Pentax 645Z. Diese Sensoren benötigt man einfach, wenn man gestalterisch arbeiten und natürlich auch die entsprechende Bildqualität aufrufen möchte.

Die Geschichte hinter einem Deiner Bilder? Gibt es ein Bild das dir Besonders am Herzen liegt? Warum?

Vor mehreren Jahren war ich in Brüssel in einem Park mit vielen schönen Pflanzen und Blumen.

Dort ist für mich ein besonderes Bild entstanden, welches auch bei mir in der Wohnung hängt.

Ich habe mir die Blüten alle genau angesehen und mir gerade eine besonders schöne ausgesucht, da fliegt während ich auslöste eine Biene durchs Bild.

Auf dem letztendlichen Bild sieht man nun die Biene in riesig, mit ihrem gesammelten Nektar an den Beinen, wie sie gerade zur Blüte fliegt.

Mir gefällt das Bild aufgrund der hohen Details besonders gut und es zeigt wie sich geplante Dinge in einem Bruchteil von Sekunden völlig verändern können.

Dein nächstes Projekt?

Innerhalb unseres Studios haben wir viele anstehende Projekte, daher ist es nicht möglich eines besonders hervorzuheben.

Dennoch wird ein wirklich großes Projekt die Renovierung unseres Studios sein.

Hierbei möchten wir natürlich einiges erneuern, aber auch das gesamte Studio so umgestalten, dass fast jede Ecke als Foto-Kulisse dienen kann.

Persönliches Interview Thiemo Luhmann

Was zeichnet einen guten Mediendesigner aus?

Interview

Ich denke, ein guter Gestalter bringt von der Veranlagung her bestimmte Eigenschaften wie ein Gefühl für Proportionen, Dimensionalität und Farbe mit sich. Und ich finde, dass eine wichtige Fähigkeit ist, kreativ und fantasievoll in unterschiedliche Richtungen denken zu können.

Das, was meiner Meinung nach am wichtigsten ist und was einen guten Gestalter antreibt, ist die Leidenschaft, etwas zu beginnen und auch zu Ende zu bringen, Dinge kreativ zu produzieren. Dazu gehört auch, in Kauf zu nehmen, dass man viel Zeit investieren und sich konzentrieren muss. Und auch kleine Misserfolge, die man hinnehmen und verkraften muss, gehören dazu.

Die Belohnung für die Bemühungen ist das fertige Ergebnis am Ende des Projektes, mit dem man zufrieden ist und auf das man stolz sein kann.

Was möchtest du als Gestalter erreichen?

Ich möchte mit dem, was ich gestalte, mich und vor allem andere Menschen glücklich machen. In Abhängigkeit zu den jeweiligen Projekten möchte ich mit meiner Gestaltung helfen, vereinfachen, verschönern und sinnvoll kommunizieren.

Gibt es ein Lieblingsland und warum?

Mein Lieblingsland ist Neuseeland, da es für mich sehr deutlich die Vielfalt und Schönheit der Natur aufzeigt. Besonders beeindruckend sind für mich die thermalen Aktivitäten. Neben Vulkanen, Geysiren und schwefligen Gewässern gibt es aber auch sehr grüne und lebendige Wiesen, Felder und Wälder. Außerdem findet man Fjordlandschaften, Regenwälder, schöne Strände, aber auch Berge mit Gletschern.

Dein Lieblingsmotiv und warum?

Ich bin sehr gerne draußen und arbeite in Skizzenbüchern. Beispielsweise ist es für mich sehr interessant, in Fußgängerzonen zu sitzen und die Szenerie festzuhalten. Ich mag es gerne, schnell und spontan zu zeichnen, um die jeweilige Situation möglichst lebendig festzuhalten.

Deine Lieblingskünstler?

Sehr gerne mag ich die Illustrationen von Alan Lee, insbesondere die im Rahmen der Produktion der Herr der Ringe Filmreihe entstandenen.

Womit arbeitest du am liebsten?

Sehr viel Spaß macht es mir, mit Zeichentusche und groben Federn zu arbeiten. Daran mag ich besonders, dass die Strichführung sehr abwechslungsreich und interessant aussehen kann. Das macht die Zeichnung lebendig. Für die Kolorierung nutze ich am liebsten Aquarellfarben, da diese sehr spontan und leicht sein können. Besonders schön finde ich die Transparenz der Farben. So entstehen sehr interessante Überlappungen.

Welches deiner Bilder liegt dir besonders am Herzen und warum?

Ich habe mich für dieses Bild entschieden, da die Machart sehr spontan war und Spaß gemacht hat. Die Farbflächen sind bei der Herstellung nur sehr grob gesteuert entstanden und erst im zweiten Schritt habe ich die Stadtelemente erkannt und eingezeichnet. Ich hatte dabei New York als grobes Vorbild im Hinterkopf, denn diese Stadt begeistert mich sehr. Und ich finde, dass die Lebendigkeit und Kreativität New Yorks in Form der bunten Farben der gezeichneten Stadt gut kommuniziert werden.

Dein nächstes Projekt?

Ich möchte mehr über Gestaltung und Design lernen. Dazu studiere ich Design an der FH Münster. Ich freue mich sehr über das Studium und auf all die gestalterischen Projekte, die auf mich zukommen.